tag 29: ... es gibt nur ein Leben, und deshalb weiger ich mich, aufzugeben! ...

Mesdames et Monsieurs, ich hab erstmal genug von Festen, das könnt ihr euch beim besten Willen nicht vorstellen, es sei denn, ihr habt drei Tage des absoluten Chaos, des Essens und des Penetrantfreuens erlebt, was ich euch als erfahrener Mensch echt nicht zutrauen möchte.

Der Heiligabend bzw. der Nachmittag vor eben jenem so heiligem Abend beginnt wie gewohnt mit einer Debatte um das essentielle Elementarteilchen (obwohl man anstatt Teilchen hier eher das Wort Monsterbrocken verwenden sollte), um das sich die gesamte Festivität im Eigentlichen dreht: ESSEN! Es ist erstaunlich, wie viel man als rational denkender Mensch schon außerhalb der Weihnachtstage für sein Essen zu geben gedenkt: Stundenlanges Sporttreiben, um das Angegessene abtrainieren zu können, Diätessen, um noch mehr essen zu können, Gourmetrezepte, um von eben jenem nur das Beste zu bekommen, und eine logistische Meisterleistung des Müllabkarrens, um die unendlichen Reste irgendwo unterzubringen. An diesem Abend jedenfalls sind es die Datteln. Voraussichtlich, wie ich unglaublich durchdachte Leuchte nun einmal nicht bin, esse ich am Vortag alle Datteln alleine und vor allem mit ganz viel Genuss auf - dass eben jene Früchte, die auch noch schweineteuer waren, der abendlichen Um-den-Schinken-Wickler waren, wurde mir erst dann klar, als ein kleiner Weihnachtsgnom, vertieft in Baumschmuck und Geschenkeverpacken, die superlogische Erklärung brachte, die mir auch allein hätte einfallen können, dass die Datteln ja auf dem Parmesan und zudem noch neben dem Schinken gelegen hätten. Bei der Frage jedoch, ob ich denn demnächst auch keinen Käse mehr aufmachen dürfe, denn jener läge ja zwei Fächer und dazu noch diagonal über dem O-Saft, machte der Gnom die wundersame Metamorphose zum wütenden Festtagstornado durch - ein Anblick, den ich nie mehr vergessen werd. Nix für ungut, Gnomin... ;-)

So. Die nächsten Tage, also der erste und zweite Weihnachtstag, verliefen zwar nicht ähnlich, aber dennoch nach demselben Schema des vorrausgesetzten Gute-Laune-Prinzips. Wieder einmal ein Paar Schlafanzüge und wieder einmal die Erklärung, warum um alles in der Welt denn "das Muckelchen kein Geflügel ist, das ist ja schließlich kein Fleisch!". Aber gut, ich will nicht so tun, als gefalle mir Weihnachten gar nicht, um den alten Schmarotzerkolumnisten gleichzukommen, die jedes Thema plattschreiben. Vielleicht ist Weihnachten ja doch ein Fest der Familie oder auch des Bewusstwerdens, sei es nur darüber, dass der Baum doch ein wenig zu groß oder das Geschenk ein wenig zu klein ist. Das war ein Schlusswort. Punkt.

27.12.06 16:31
 


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