Man muss hierzu sagen, dass dieses Lexikon schon vor etwas längerer Zeit entstand, einer Zeit, in der ich mir des Nutzens dieser Welt nicht mehr soooo hundertprozentig sicher war und ich meiner Entrüstung irgendwie Platz verschaffen musste. ... Und siehe da, vor kurzem fand ich es wieder...

...das geniale Lexikon der unwichtigen Dinge im Leben

...mal bitter, mal überlegt, mal philosophisch und manchmal einfach nur ein wenig dämlich. Aber sehet selbst, meine Audienz!

Es gibt im Leben Dinge, die niemand wirklich brauchen würde, wären sie nicht schon erfunden und daher handlicher Weise, wie der Mensch nun einmal ist, in einer Anwandlung chronischer Langweweile, Bequemlichkeit oder trister Neugier unter Gebrauch genommen. Hier nun ein Verzeichnis all jener Dinge:

A wie Atommüll, Atomwaffen, Atomwerke und Gedönz

Ich weiß ja nicht, ob mir da der Sinn für Kriegsführung und Militantismus fehlt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass in die Geschichte eingebombte, tragische Dinge wie der Anschlag auf Hiroshima nicht wirklich nötig gewesen wären, bzw. auf jeden Fall irgendwie hätten verhindert werden müssen. Wer auch immer sich das mit dem Atomdreck ausgedacht hat, sollte in einen grünen Zug gesperrt werden und ausschließlich tschernobyler Salat zu essen bekommen. Fazit: Unnötiger geht's nicht

B wie George W. Bush

Gemeines, unfaires, hohles, ölgeiles, kriegssüchtiges, volksverblödendes, undemokratisches, konservatives, dumme-Sachen-wie-"World-is-a-dangerous-place!"-sagendes, kommerzorientiertes,kriminelles, völkerverachtendes Arschloch. Fazit: Erklärt sich von selbst.

E wie ebay

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich schon kurz davor war, mir cognacfarbene Lederstiefel, rote Kleider mit Petticoat oder Pullis mit Karos zu ersteigern. Auf jeden Fall zu oft. Deshalb find eich, dass ebay nicht nur unwichtig ist, sondern sogar höchst gefährlich, da man - angespornt durch die riesige Wut auf meckbeth134 oder M!rko, die einem die Dinge vor der Nase, die in einem Anfall von apokalyptischen Kaufrausch am Bildschirm klebt, wegschnappen - schier alles kaufen könnte. Fazit: ebay sollte geteilt werden: in ebay*glam und ebay*normalo. Für ein niedrigeres Aggressionspotenzial in Deutschland!

H wie Hyper Hyper!

Scooter und dessen Musik gehören verboten. Ende der Diskussion.

I wie I-Pod

Der I-Pod ist ein Universum für sich - und ich will nicht behaupten, dass es kein saucooles Gerät mit super vielen, auch gut zu gebrauchenen Optionen ist, auf das endlos viele Lieder passen, die alle in top Quali und wenn man will mit Lichteffekten abgespielt werden und das auch noch in verschiedenen Listen, die man sich einstellen kann. ABER! Ist es nicht noch viel cooler, auf so etwas zu verzichten und statt dessen auf den alten Siemens Walkman in stylishem Beige zurückzugreifen? Retro Delight sozusagen? Denn viel mehr Stil hat es doch, sich alte Kassettenvon den Wild Pumpkins At Midnight oder Indierock aus den 60ern auf einem Gerät anzuhören, das in einem Wisch mit diesem Musikgefühl entstand. Fazit: I-Pod ist gut, Walkman ist besser.

K wie Kirche

Ich weiß, ich begebe mich gerade ebn auf sehr dünnes Eis, aber ich wage in einer philosophischem Anwandlung von Mut zu behaupten, dass eine Konstitution von -ausschließlich, was eine Frechheit der Emanzipation gegenüber ist - Männern, die Homos die Heirat verbieten, Ländern in der dritten Welt predigt, blos nicht zu verhüten und Geld einsammelt, damit man in die Kirche gehen und dort an Gott glauben darf, nicht das ist, was ich davon erwarte. Fazit: Wir werden Papst. Oder auch nicht.

R wie Rosenkohl

Rosenkohl gibt es bei Omi an Weinachten, Ostern und allen Geburtstagen, auf dem Martinimarkt und in Kantinen. Dabei ist es das unnützlichste Gemüse auf der ganzen Welt - abgesehen von Trüffeln. Es schmeckt bitter, lässt sich nicht schneiden, passt nirgendwo zu und ist total schwierig zuzbereiten; und wenn man ein Röschen gegessen hat, hat man erstmal wieder für'n Jahr die Schnauze voll. Fazit: Ein Unfall der Evolution.

S wie Soap

Warum etwas gut finden, was von Inzestliebe zwischen einem adoptierten Zwillingsbruder vom Land und einer unbekannten, bzw. von ihrer stinkreichen Mutter in der Jugend aus Angst vor dem doofen Anwaltarsch mit der stilsicheren Sekretöse, die vor einem Jahr noch ein höässliches Entlein war, weggegebenen Schwester, die wegen einem Kleinkriminellen aus Münster ihr Studium abbrach um zu merken, dass er mit ihrer besten Freundin mit dem süßen Cafè um die Ecke, in der sich immer alle treffen und bei cooler Musik über ihre Probs reden, schläft, danach an seine fiese Chefin gerät uns sich nach einer Familienkrise, bei dem der liebe Opi von der Leiter gefallen ist, weil seine hinterlistige Tochter, die ja eh nur hinter seinem Geld her ist, mit ihr verträgt, worauf sie von den Komplizen eines großen, irren Irgendwers entführt wird und was übersetzt Schmierseife heißt? Fazit: Psychidelischer Alltags-Trash

Hinzufügungen folgen.

F.A.Q.

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